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Ambulanter Hospizdienst

Vorbereitungskurse

Der ambulante Hospizdienst bietet einmal im Jahr einen Vorbereitungskurs für Menschen an, die sich ehrenamtlich im stationären oder ambulanten Hospizbereich engagieren möchten.

Geschult wird in Gruppen mit maximal 20 Teilnehmern.

Die Durchführung der Schulungen erfolgt durch die Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes, gemeinsam mit unterschiedlichen Dozenten, die je nach Thema gebucht werden.

Alle Dozenten sind schon längere Zeit in der Schulung von ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern tätig und verfügen über fundierte Erfahrungen.

Das zur Theorievermittlung und Selbsterfahrung zugehörige Praktikum absolvieren die Kursteilnehmer im stationären Vivantes Hospiz. Der Zeitpunkt für das Praktikum wird individuell während des laufenden Kurses mit den Teilnehmern vereinbart.

Allen Ehrenamtlichen wird einmal monatlich eine Gruppensupervision angeboten.

Durch die Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes und den Koordinator des Ehrenamtes im stationären Hospiz werden regelmäßig Gesprächsgruppen und Fortbildungen organisiert und Einzelgespräche geführt.

Zum Ablauf

Für die Schulung werden die Räumlichkeiten des Vivantes Instituts für Fort- und Weiterbildung (IFW) genutzt. Das Gebäude des IFW befindet sich auf dem Gelände des Vivantes Wenckebach-Klinikum Berlin Tempelhof.

Kosten entstehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht.

Im Gegenzug wird erwartet, dass die Teilnehmer für mindestens 1 Jahr, nach Abschluss der Schulung, der Vivantes Hospiz gGmbH als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  zur Verfügung stehen.

Die Vorbereitungskurse beginnen jeweils im Januar des Jahres.

Das Schulungskonzept ist modular gestaltet und besteht aus insgesamt 16 Modulen, 104 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.

Schulungstage sind Dienstag von 18:00-21:00 Uhr und Samstag von 10:00-16:00 Uhr.

Pro Monat werden 2-3 Module angeboten, die Ferienzeiten sind terminfrei.

Die erfolgreiche Teilnahme am Vorbereitungskurs wird in Form eines Zertifikats bestätigt, das bundesweit anerkannt ist.

Die erfolgreiche Teilnahme kann nicht bescheinigt werden, wenn mehr als 10% der vorgegebenen Stunden verpasst wurden. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, die fehlende Zeit im Folgejahr nachzuholen.

Qualitätskriterien

Die Grundlagen des Vivantes Schulungscurriculum basieren auf der von dem Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Abstimmung mit den Trägern der gesetzlichen Krankenkassen auf Bundesebene festgelegten Qualitätskriterien, die erstmals 2005 vorgegeben wurden.

Bewerbung

Bewerbungsmodalitäten

  • Schriftliche Bewerbung mit dem Fragebogen
  • Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt ein persönliches Gespräch mit der Koordinatorin.
  • Gegebenenfalls wird ein Hospitationstag im stationären Vivantes Hospiz angeboten.
  • Entscheidung über eine Teilnahme nach Auswertung der drei vorangegangenen Schritte.
  • Information an die Teilnehmerin bzw. den Teilnehmer

Voraussetzung für den Einsatz im stationären Hospiz

  • Nachweis über die Teilnahme an den Modulen 1-5.
  • Regelmäßige Teilnahme an der Supervision.

Voraussetzung für den Einsatz im ambulanten Hospizdienst

  • Abgeschlossene Schulung für ehrenamtlich tätige Mitarbeiter.
  • Die regelmäßige Teilnahme an der Supervision.

Auswahlkriterien

  • Nach der Schulung auch als ehrenamtlicher Mitarbeiter tätig zu werden
  • Alter nicht unter 20 Jahren und nicht älter als 75 Jahre beim Beginn der Schulung
  • Bereitschaft, sich in der Gruppe mit besonderen Situationen auseinanderzusetzen
  • Sich öffnen, die Rückmeldungen der Gruppe im Rahmen der Selbstreflexion annehmen und  reflektieren
  • Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, Kooperationsbereitschaft
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Supervision
  • Akzeptanz aller Glaubensrichtungen
  • Akzeptanz aller Lebensphilosophien
  • Möglichkeit, regelmäßig Zeit für die Tätigkeit zur Verfügung zu haben

Im Verlauf der Schulung soll der Teilnehmer durch die intensive Beschäftigung mit den Themen Tod, Sterben, Abschied und Trauer im Rahmen der Selbsterfahrung und Selbstreflexion herausfinden, ob sie/er sich tatsächlich eine Tätigkeit in der Sterbebegleitung vorstellen kann.

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, die Schulung abzubrechen.

Sollten die Koordinatoren während der Schulung feststellen, dass die vorausgesetzte Eignung sich nicht bestätigt oder der Teilnehmer in eine Überforderung kommt, kann auch von Seiten der Koordinatoren die Teilnahme abgebrochen werden.


Ausschlusskriterien

  • Verlust eines nahestehenden Menschen innerhalb des letzten Jahres, hier ist die Kursteilnahme erst nach einem Jahr möglich
  • Nichtakzeptanz anderer Meinungen, Lebensentwürfe oder Glaubensrichtungen
  • Unfähigkeit zuzuhören
  • Eigener Rededrang
  • Mangel an Reflexionsfähigkeit
  • Helfersyndrom, Unfähigkeit, sich abzugrenzen
  • Schulung dient ausschließlich der eigenen Fortbildung, ein ehrenamtlicher Einsatz ist nicht geplant

Fragebogen zum Herunterladen

Ihre Ansprechpartnerin

Wir beantworteten Ihre Fragen zu den Möglichkeiten der pflegerischen und ärztlichen Versorgung zuhause und natürlich ehrenamtlichen Dienste.