Stage Slider Bild
Veröffentlicht am 27. Dezember 2018

Rettungsstellen-Chefarzt warnt vor lebenslangen Schädigungen durch Böller-Unfälle

Wer sich in Berlin an Silvester am häufigsten mit Feuerwerk verletzt

Männlich, 24 Jahre alt, an den Händen von einem Knallkörper verletzt. Den „typischen Feuerwerks-Verletzten“ in Berlin hat Vivantes in einer internen Statistik von Rettungsstellenfällen vom vergangenen Jahreswechsel ermittelt und beobachtet dies seit Jahren.Rettungsstellenärzte warnen vor leichtsinnigem Umgang mit Silvesterfeuerwerk, denn die gesundheitlichen Schäden können lebenslang bleiben – wie etwa Sehstörungen oder Schwerhörigkeit.

Knaller-Verletzungen: Hände und Gesicht am häufigsten betroffen

Zwei von drei Feuerwerks-Verletzten in Berlin sind Männer. Der „typische“ Knaller-Verletzte in Berlin ist deutsch, im Schnitt 24 Jahre alt und hat leichte oder mittelschwere Verbrennungen an den Händen und oft auch ein Knalltrauma. Auch das Gesicht ist häufig betroffen. Und: In fast zwei von drei Fällen passiert der Unfall mit einem Böller, in etwa jedem fünften Fall mit einer Rakete.

Peter-Michael Albers, Sprecher der pflegerischen und ärztlichen Leitungen der Vivantes Rettungsstellen und Chefarzt der Rettungsstelle des Vivantes Wenckebach-Klinikum: „Ich kann vor leichtsinnigem Umgang mit Feuerwerkskörpern nur warnen. Unfälle mit Böllern oder Raketen können zu lebenslangen gesundheitlichen Schäden führen. Wir nennen das irreparabel. Wenn durch Feuerwerk Gliedmaßen wie etwa ein Finger abgerissen werden, können diese oft nicht wiederhergestellt werden.“

Durch pyrotechnische Verletzungen könne man schwerhörig oder gehörlos, sehgestört oder sogar blind werden.

Auf mehr Rettungsstellen-Patienten zum Jahreswechsel vorbereitet

Vivantes behandelt insgesamt etwa jeden dritten Notfallpatienten in Berlin. Zum Jahreswechsel wird mehr Klinikpersonal in den acht Rettungsstellen bei Vivantes im Einsatz sein als sonst – von Spandau bis Kaulsdorf. Schon am Silvestertag rechnen die Krankenhäuser mit einem erhöhten Notfallpatientenaufkommen. Auch am Neujahrstag erwarten die Kliniken Hunderte Patientinnen und Patienten mehr als im Durchschnitt. Die meisten von ihnen werden voraussichtlich jedoch nicht durch Feuerwerkskörper verletzt, sondern bei gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Vivantes Notfallmedizin